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Kindschaftsrechts-Änderungsgesetz 2001 |
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| 1. | Volljährigkeit ab 18 |
| § 866 daher aufgehoben | |
| (Schadenersatzpflicht beschränkt Handlungsfähiger, die listig vorgeben, | |
| geschäftsfähig zu sein) | |
| 2. | Verlängerung und Verkürzung (§§ 177ff) der Minderjährigkeit beseitigt |
| bei verzögerter Reife und Entwicklung - Sachwalterbestellung nach § 273 | |
| 3. | Ehemündigkeit für Frau und Mann einheitlich mit 18 |
| daher Ehemündigkeit + Ehegeschäftsfähigkeit ab 18 | |
| ab 16 auf Antrag kann das Gericht für ehemündig erklären | |
| dann f. Wirksamkeit Einwilligkeit d. gesetzl. Vertreter + | |
| dem Pflege/Erziehung zusteht | |
| 4. | § 177 Obsorge nach Scheidung |
| grundsätzlich beiden Eltern | |
| abweichende Vereinbarung zulässig | |
| in angemessener Frist nach Auflösung keine Vereinbarung | |
| od. nicht zum Wohl des Kindes | |
| dann Gericht entscheiden, wer alleine mit der Obsorge betraut wird | |
| 5. | § 178 Abs 3 Mindestrechte des nicht obsorgeberechtigten Elternteils |
| dieser verliert Informations- + Äußerungsrechte, wenn er grundlos den | |
| persönlichen Verkehr mit dem Kind verweigert | |
| dann auch keine Plichtteilsminderung gemäß § 773a Abs 3 | |
| wenn trotz Bereitschaft kein persönlicher Verkehr | |
| dann Informations- + Äußerungsrechte auch in minderwertigen Angelegenheiten | |
| 6. | Ehelichkeitsvermutung § 138 nur f. Kinder bei aufrechter Ehe |
| sowie wenn geboren vor 300. Tage nach dem Tod d. Ehemannes | |
| alle anderen Kinder, die nach Rechtswirksamkeit der Auflösung (Scheidung,...) | |
| der Ehe geboren werden = unehelich | |
| wenn Vater der Ex-Ehemann ist, dann Klage auf Feststellung der | |
| ehelichen Geburt (§ 155 Satz 2) | |
| 7. | § 163e Abs 1 nachfolgendes Anerkenntnis wirksam, wenn bereits |
| die Vaterschaft eines anderen Mannes festgestellt ist | |
| aber nur im Fall der Beseitigung der bestehenden Vaterschaftsfeststellung | |
| (z.B. durch Ehelichkeitsbestreitungsklage § 156ff) | |
| § 164 Rechtsunwirksamkeitsgrund der bestehenden Vaterschaftsfeststellung | |
| daher aufgehoben | |
| 8. | § 163e Abs 2 bis 4 - vaterschaftsdurchbrechendes Anerkenntnis |
| qualifizertes Anerkenntnis: | |
| 1. Bezeichnung des Vaters durch die Mutter | |
| 2. Zustimmung des Kindes (minderjährig = Jugendwohlfahrtsträger) | |
| 3. Urkunden müssen den Standesbeamten zukommen | |
| dann Durchbrechungswirkung ab diesem Zeitpunkt: | |
| d. h. bestehende Feststellung (Vaterschaftsvermutung, Anerkenntnis, | |
| gerichtliche Entscheidung) beseitigt | |
| bisherige Vater kann Widerspruch erheben | |
| dann erklärt Gericht druchbrechendes Anerkenntnis für rechtsunwirksam | |
| die druchbrechende Feststellung lebt wieder auf | |
| Zweck des vaterschaftsdurchbrechendes Anerkenntnisses: | |
| früher war Ehelichkeitsbestreitungsklage § 159 notwendig, obwohl klar war, | |
| dass Ehelichkeitsvermutung falsch war | |
| nun leichter die Feststellung der richtigen Vaterschaft | |
| 9. | § 154 Abs 4 schließt schlüssige Genehmigung durch das volljährig |
| gewordene Kind aus | |
| § 154 Abs 3: bei Geschäften, die nicht zum ordentlichen Wirtschaftsbetrieb | |
| gehören - Zustimmung d. anderen Elternteils + d. Gerichts | |
| wenn fehlt - schwebend unwirksam | |
| wenn inzwischen volljährig gewordenes Kind will - wirksam nur im nachhinein | |
| durch schriftliche Erklärung der Anerkennung der Verpflichtung | |